Aus-einander
(Interaktive Installationen)
Die 'Tür' ist ein Zugang zu Menschen, zu Räumen. Der Umgang mit Türen in der alltäglichen Lebenswelt ist für uns eine selbstverständliche Tätigkeit. Es gibt unsagbar viele Arten von Türen- in Gebäuden, an Zaunen und Mauern, in Häusern. Wenn man jemanden besuchen will und an deren Tür klopft, wird ihnen aufgemacht, und man wird willkommen geheißen. Wenn man selbst Besuch empfängt, öffnet man seine Haustür eund begrüßt freudig die Gäste. "Türen" konnen ebenfalls auf bildlicher Ebene als verbindende bzw. trennende Elemente zwischen Menschen verstanden werden. "Offene Türen" verknüpfen wir meistens mit positiven Empfindungen und Assoziationen, mit (Gast-)Freundschaft, Offenheit der Menschen, Gemeinschaft, Einladung und Kontaktfreudigkeit. "Geschlossene Türen" dagegen konnotieren wir mit Sich-Abkapseln, Sich-Isolieren, Sich-Zurückziehen, Eingeschlossen-Sein. „Geschlossene Türen” vermitteln das negative Gefühl des räumlichen wie sozialen Ausgeschlossenseins. Ziel meiner fotografischen Interaktionsinstallation ist es eine neue Sicht auf die Gesten des Geschlossenseins und des Offenseins von Türen zu vermitteln. Es gilt den Betrachter förmlich einzuladen Türen zu öffnen, zu begehen, sich in die Vielfalt von Eingängen fallenzulassen und die dahinterliegenden sozialen Realitäten von den Menschen neben den Türen zu entdecken. |



Kunsthalle Fridericianum Kassel July. 2009
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